Wibke Bruns, Journalistin und Buchautorin, Berlin
Wibke Bruns, Journalistin und Buchautorin, Berlin
Michael Jürgs, Journalist und Buchautor, Hamburg
Michael Jürgs, Journalist und Buchautor, Hamburg
Monika Kaus, 1. Vorsitzende der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz
Monika Kaus, 1. Vorsitzende der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz
Purple Schulz, Songwriter und Buchautor, Köln
Purple Schulz, Songwriter und Buchautor, Köln

 

 

 

 

 

 

 

Heike von Lützau-Hohlbein, Informatikerin,
ehemalige 1. Vorsitzende der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz, München

Wahrscheinlich ist fast jeder, der in der Deutschen Alzheimer Gesellschaft engagiert ist, aus eigener „Betroffenheit“ dazu gekommen, entweder durch persönliche Erfahrung oder aufgrund von beruflichen Bezügen - häufig auch beides.

Ich war 14 Jahre Vorsitzende der Deutschen Alzheimer Gesellschaft. Begonnen hat mein Engagement, als meine Mutter in den 80er Jahren an Demenz erkrankte. Als sie 1994 starb, blieb Demenz mein Thema. Damals hatte ich als Informatikerin meine eigene Firma, jetzt bin ich seit Jahren im Ruhestand und investiere noch mehr Zeit in die ehrenamtliche Arbeit.

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft ist ein gemeinnütziger Verein und unterstützt Demenzkranke und ihre Angehörigen durch Informationen, Beratung und Entlastung. Zum Beispiel durch eine Telefonberatung, die professionell und fundiert schon vielen helfen konnte. Außerdem vertritt sie die Interessen von Menschen mit Demenz und ihren Familien in der Politik.

Bevor ich als Vorsitzende gewählt wurde, war ich lange Zeit Schatzmeisterin des Vereins und weiß deshalb, wie schwer es ist, diese Arbeit zu finanzieren. Ich möchte unbedingt, dass die Deutsche Alzheimer Gesellschaft unabhängiger wird, unabhängiger von öffentlichen Projektgeldern, aber auch von den Sponsorengeldern der Pharmaindustrie.

Natürlich erhält die Alzheimer Gesellschaft Spenden und Schenkungen und hat auch gelegentlich schon Geld geerbt. Aber in einem gemeinnützigen Verein darf man nichts langfristig ansparen, keinen Kapitalstock bilden, aus dessen Erträgen die Arbeit bezahlt wird. Also habe ich im Jahr 2000 die Deutsche Alzheimer Stiftung als treuhänderisch verwaltete Stiftung gegründet, das ging mit 15.000 D-Mark, die ich eingebracht habe. Am 6. Dezember 2005 wurde sie zu einer rechtsfähigen Stiftung.

Inzwischen hat die Deutsche Alzheimer Stiftung ein Stammkapital von rund einer Million Euro. Damit kann man schon was anfangen und auf diese Entwicklung bin ich stolz. Denn nun wird die Stiftung auch unabhängig von mir weiter leben. Ich freue mich, wenn auch andere Menschen zustiften und sich auf diese Weise für Menschen mit Demenz und ihre Familien engagieren.

Heike von Lützau-Hohlbein